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Mitarbeiter finden im Handwerk – so gelingt es auch Dir!

Mitarbeiter finden im Handwerk – so gelingt es auch Dir!

Im Handwerk sind gut ausgebildete Mitarbeiter und Fachkräfte wichtige Aspekte, die über Erfolg und Profitabilität entscheiden. In Zeiten des Fachkräftemangels wird es für Betriebe jedoch immer schwieriger qualifizierte Mitarbeiter und neue Auszubildende zu finden. Mit unseren kreativen Tipps möchten wir Dir die Mitarbeitersuche erleichtern.

Warum sind gute Mitarbeiter in einem Betrieb wichtig?

Mitarbeiter, auf die Du dich fachlich und persönlich verlassen kannst, sind neben einem festen Kundenstamm eines der wichtigsten Standbeine für jeden Handwerker. Vielleicht hast Du am Beginn Deiner Karriere im Handwerk einmal als Ein-Mann-Betrieb begonnen. Schnell hat sich dann aber gezeigt, dass Du die Aufträge nicht allein bewältigen kannst und hast Dir Verstärkung gesucht. Nun arbeitet ihr im Team sehr erfolgreich zusammen und Du kannst dich auf Deine Mitarbeiter verlassen. Diese übernehmen mitunter vielleicht auch weitere Aufgaben, sind Teamleiter, Vorsteher auf der Baustelle und auch in der Mitarbeiterleitung aktiv. Aus diesen Gründen solltest Du Deine Mitarbeiter im Handwerk gut auswählen.

Wie findest Du Mitarbeiter für Deinen Betrieb?

Die Suche nach Mitarbeitern, sei es fertige und qualifizierte Fachkräfte oder Auszubildende, denen Du Deine Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln kannst, ist für Dich als Handwerker essenziell. Gleichzeitig haben sowohl Fachkräfte als auch Auszubildende eine riesige Anzahl an Firmen im Handwerk zur Auswahl, bei denen sie arbeiten können. Wie schaffst Du es also, hervorzustechen?

 

Nach einer Umfrage von 2019 unter zahlreichen Personalverantwortlichen (aus dem Handwerk und aus anderen Wirtschaftsteilen) stellt sich die Situation folgendermaßen dar: rund 30 Prozent der Neueinstellungen gelingen über Jobbörsen, während weitere 30 Prozent über die eigene Webseite erfolgen. Entsprechend haben wir für Dich die wichtigsten Tipps für die Mitarbeitersuche im Handwerk zusammengefasst:

1.   Baue Dir eine Online-Präsenz auf

Das Internet ist aus unserem privaten und beruflichen Leben nicht mehr wegzudenken. Wenn mögliche Bewerber nach Arbeit suchen, informieren sie sich meistens zuerst bei Google. Wenn Du eine ansprechende und aktuelle Webseite hast, finden Jobsuchende gleich Informationen zu handwerklichen Schwerpunkten, zur Firmengeschichte und zu Eurer Arbeitsatmosphäre. So kannst Du gegenüber Handwerksbetrieben, die selbst keine Firmenwebseite anbieten als attraktiver Arbeitgeber hervorstechen. Achte darauf, dass Du einen Menüpunkt “Stellenanzeigen” einbindest, in denen Du offene Stellen bewirbst.

 

Noch besser eignet sich eine eigene Karriereseite auf der Website (also eine Unterseite zur Karriere oder auch den offenen Stellen), um detaillierte Informationen für Bewerber aufzubereiten. Hier kannst Du sogar Videos einbinden oder Bewerbern die Möglichkeit geben, ihre Bewerbungsunterlagen hochzuladen. Eine barrierefreie und nutzerfreundliche Seite gibt Deinem Handwerksbetrieb die Chance, Stärken überzeugend darzustellen. Auch die hinter der Website stehende Technik muss zeitgemäß sein: Die Optimierung für mobile Endgeräte gehört heute dazu.

 

Um von möglichen Bewerbern gefunden zu werden, müssen Inhalte im Internet prägnante Schlüsselwörter enthalten, die von Suchmaschinen wie z. B. Google erkannt und in der Ergebnisliste möglichst weit oben angezeigt werden.

2.   Sei kreativ!

Oberstes Gebot für die Suche nach Fachkräften für Dein Gewerk: Sei kreativ! Hebe Dich von der Masse ab und schalte keine 0815-Jobanzeigen. Stelle einen Bezug zum Arbeitsalltag in Deinem Handwerksbetrieb her und präsentiere Dich als interessanter & transparenter Arbeitgeber. Damit stärkst Du Deine Arbeitgebermarke und erntest Aufmerksamkeit in der relevanten Zielgruppe.

 

Zahlreiche Handwerksbetriebe machen dies bereits erfolgreich vor. So z.B. die Haustechnik Vosswinkel, ein Mitgliedsbetrieb bei Handwerk Connected. Geschäftsführer Martin Vosswinkel möchte mit einem äußerst sympathischen Video dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Er stellt seinen innovativen und zukunftsorientierten Handwerksbetrieb sowie die zukünftigen Aufgabengebiete mittels Mitarbeiterinterviews eindrucksvoll in folgendem Video vor:

Die Videovorstellung der Haustechnik Vosswinkel kommt gut an: innerhalb eines Monats gab es mehr als 400 Aufrufe sowie zahlreiche positive Reaktionen und Kommentare: „Schön zu sehen, dass der Chef mit seinen Mitarbeitern auf Augenhöhe ist!“ oder „Da wird man sich als neuer Mitarbeiter sehr wohl fühlen. Tolle Firma !!“, schreiben begeisterte YouTube-Abonnenten. Solche kreativen Stellenanzeigen werden auch häufiger geteilt als die Standardofferten. Die kreative Form der Stellenanzeige wirkt: Martin Vosswinkel erhält durch sein Engagement bei der Suche nach Fachkräften regelmäßig interessante Initiativbewerbungen.

 

Ganz anders, aber auch kreativ, ist folgende Stellenanzeige für einen „Baggor-Fahror“ & „Laschdwaga-Fahror“ vom Bau-Unternehmen Holp. Der hochdeutsche Standardtext, das gleiche Standard-Layout wie immer, aber übersetzt auf “Schwäbisch” brachte dem Unternehmen den Erfolg. Bereits am nächsten Tag standen Bewerber im Betriebshof, wo ansonsten beim Schalten der Standard-Anzeige nur gähnende Leere vorherrschte.

Stellenanzeige-Mitarbeiter-finden-Baggorfahrer-Laschdwagenfahror

Übrigens hat auch Holp in seiner Stellenanzeige das Gehalt benannt. Nicht konkret, aber unter “ordendlich Kohle” kann man sich doch was vorstellen, oder?

 

Als weitere Inspiration können wir Euch noch die Jobbörse der Engel Küchenmontagen empfehlen https://www.engel-kuechenmontagen.de/#standorte. Die Stellenanzeigen sind perfekt an den Bedürfnissen der Zielgruppe ausgerichtet und insbesondere bezüglich Gehaltserwartungen sehr transparent. Sie sind vielleicht kein Musterbeispiel für schickes Layout, aber definitiv in Sachen Aufbereitung der Mitarbeitervorteile. Hier bleiben keine Fragen offen. Gut gefällt uns die Einbindung der kununu-Bewertungen sowie der einzelnen Videos, die mehr über Engel als Arbeitgeber verraten. Die Engel Küchenmontagen GmbH ist kein Großkonzern mit Riesen-Personalmarketing-Budget. Das ist ein eher kleiner Handwerksbetrieb, der mit viel kreativen Ideen zeigt, dass Personalsuche auch anders geht.

3.   Sei auf wichtigen Jobbörsen vertreten

Online-Jobbörsen sind für Unternehmen ein zentrales Mittel, um Bewerber mit Stellenanzeigen zu erreichen. In Jobbörsen suchen Berufsanfänger und erfahrene Fachkräfte nach freien Stellen. Stellenanzeigen in Jobbörsen und Jobportalen haben hohe Besucherzahlen. Für Bewerber sind diese Portale einer der meistgenutzten Suchwege – es lohnt sich entsprechend für Dich, dort präsent zu sein.

 

Neben öffentlichen Anbietern wie der Agentur für Arbeit, in denen Arbeitgeber ihre Stellenangebote kostenlos veröffentlichen können, gibt es auch viele private Anbieter wie zum Beispiel Monster.de oder Stepstone.de. Um Mitarbeiter und Fachkräfte im Handwerk zu finden, bieten sich zudem Portale an, die speziell den Handwerksbereich oder teilweise sogar schon einzelne Gewerke bedienen, wie HandwerkerStellen.de.

 

Auch lokale Tageszeitungen bieten häufig eine Online-Jobbörse. Eine Jobanzeige dort erreicht mehr Leser als eine vielleicht nur in der Region erhältliche Zeitung.

4.   Präsentiere Deinen Handwerksbetrieb auf Jobmessen

Nicht nur in der virtuellen Welt solltest Du mit Deinem Unternehmen vertreten sein. Informiere Dich auch, welche Jobmessen und Ausbildungsmessen es in Deiner Nähe gibt. Meistens finden diese einmal pro Jahr statt und sind ein idealer Anlaufpunkt für Dich, um interessierte junge Leute anzusprechen, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Ebenso oft besuchen auch Fachkräfte diese Messen, die ihre Firma wechseln möchten. Hier im Jobmessenkalender von Karrierebibel.de findest Du eine Übersicht der regionalen und überregionalen Jobmessen.

5.   Nutze soziale Medien

Ein weiterer wichtiger Anlaufpunkt sind Social Media. Viele potenzielle Mitarbeiter sind über Facebook, Instagram und weitere soziale Netzwerke ggf. schon mit Deinem Handwerksbetrieb vernetzt. Auch  Business-Netzwerke wie LinkedIn oder Xing sind bei Deiner Planung nicht außer Acht zu lassen.

 

Facebook, Instagram, LinkedIn & Co.

 

Wir empfehlen Dir, hier auf mehrere Kanäle zu setzen: Auf Facebook, YouTube und Instagram kannst Du allgemeine Infos zu Deinem Handwerksbetrieb veröffentlichen und Einblicke in den Arbeitsalltag geben, während Du auf Xing und LinkedIn neben Deinem Unternehmensprofil auch direkt Stellenanzeigen aufgeben kannst. So finden Dich bei der Suche mehr potenzielle Interessenten. Denke daran, dass Du Anfragen auf den beiden letzten Netzwerken zeitnah beantwortest. Je schneller Du antwortest, desto besser ist der Eindruck Deines Unternehmens. Manche Jobportale belohnen schnelle Antworten auch durch bessere Platzierung in den Suchergebnissen.

YouTube

 

Wie am Beispiel der Haustechnik Vosswinkel ersichtlich, ist YouTube ein nicht zu vernachlässigender Kanal, der bei richtigem und kreativem Einsatz ebenfalls die Mitarbeitersuche erleichtern kann. Bisher scheuen sich allerdings insbesondere in diesem Bereich noch zahlreiche Handwerksbetriebe, da es bei YouTube einiges aufwendiger ist eine treue und engagierte Community aufzubauen als beispielsweise bei Facebook oder Instagram. Hier ist es essenziell, regelmäßig neuen Videocontent zu veröffentlichen, um in den Köpfen der Abonnenten zu bleiben. Zudem braucht es das entsprechende Equipment, bspw. Videokamera und/oder Schnittprogramm.

 

Wir raten dennoch dazu, YouTube in die Kommunikation Deines Handwerksbetriebs einzubinden und sind der Meinung, dass insbesondere im Handwerk die Videos nicht zu 100 Prozent perfekt sein müssen. Wichtig ist, dass der Videocontent authentisch wirkt und die potenziellen Mitarbeiter anspricht. Der Aufbau einer Community auf YouTube ist keine einfache Angelegenheit. Wenn Du jedoch die entsprechende Zeit und Mühe investierst, können die Resultate fantastisch sein.

 

Beachtest Du unsere fünf Tipps und wirst etwas kreativ, bekommst Du sicher viele interessante Anfragen und Bewerbungen. War die Personalsuche erfolgreich, musst Du als Arbeitgeber allerdings dafür sorgen, die geworbenen Mitarbeiter auch im Betrieb zu halten.

Wie sorgst Du dafür, dass Deine Mitarbeiter bleiben?

Die besten Mitarbeiter und Fachkräfte nützen Dir wenig, wenn sie zu anderen Betrieben wechseln. Schnell ist es passiert, dass andere Unternehmen sie abwerben. Da unter den Handwerksbetrieben eine freie Konkurrenz herrscht, kannst Du Deinen Mitarbeitern nur entgegentreten, indem Du sie an Deine Firma bindest. Zum Thema Mitarbeiterbindung haben wir bereits einen ausführlichen Artikel veröffentlicht.

 

Schaut Euch auch gern unseren neulichen Online-Expertentalk zur Mitarbeiterbindung im Handwerk hier bei uns auf YouTube an:

 

 

Hier noch einmal die Tipps in Kürze:

 

  • Eine Gehaltserhöhung ist gut, doch nach Abzug von Steuern bringen Deinen Mitarbeitern und Fachkräften auch 100 Euro zusätzlich nicht allzu viel ein. Denke darüber nach, auch Sachwerte anzubieten. Das kann zum Beispiel ein Firmenwagen sein, Firmenhandys und Firmenlaptops, die Deine Mitarbeiter auch außerhalb der Arbeit nutzen dürfen.
  • Denke darüber nach, Deine Mitarbeiter zu versichern. Eine Kombination aus Unfallversicherung und Arbeitsunfähigkeitsversicherung, die auch in der Freizeit gilt, ist für Deine Mitarbeiter sehr attraktiv.
  • Biete Deinen Mitarbeitern Karrieremöglichkeiten: Dazu gehören klare Wege, wie sie mehr Verantwortung und anspruchsvollere Aufgaben erhalten können. Vielleicht können sie sich zum Ausbilder weiterbilden oder mit in die Planung einsteigen, um so das Interesse an der Arbeit in Deinem Betrieb zu erhöhen.
 

Wir hoffen, dass Du mit dieser Übersicht viel Anregung für Deine Suche nach Personal im Handwerk erhalten hast. Hinterlasse gerne einen Kommentar, falls Dir noch weitere Tipps einfallen, die in Deinem Betrieb funktioniert haben.

 

Auch bei uns im Netzwerk findest Du temporäre Unterstützung von anderen Fachbetrieben und Handwerkern, um Auftragsspitzen oder Personalengpässe zu meistern.

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